Ist Waldbaden auch heilsam bei Gelenkschmerzen? Was Wissenschaftler herausgefunden haben im Bezug auf die Wirkung des Waldes auf unsere Gesundheit.

Wenn wir durch den Wald spazieren nehmen wir vielfältige Sinneseindrücke wahr: die frische Luft, die Farben, Gerüche, die Tiere, den Lebensraum Wald.
Wissenschaftler bestätigen darüber hinaus einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit - ein Waldspaziergang als Medizin für unseren Körper?
Waldboden wirkt offensichtlich dämpfend auf Gelenke
Der weiche Waldboden dämpft die Stöße auf Gelenke wie Fuß-, Knie-, und Hüftgelenke und die Wirbelsäule beim Laufen.
Doch auch das einfache Spazierengehen im Wald hat offensichtlich schon einen Effekt auf die Reduzierung eines Herzinfarkt- oder Schlaganfallrisikos. Belegt ist auch, dass Blutdruck, Stressspielgel und Herzfrequenz im Wald herabgesetzt werden und eine beruhigende stärkende Wirkung eintritt.
Der Wald kann vor Stress schützen
Es herrscht inzwischen Klarheit darüber, weshalb uns ein Waldspaziergang so gut tut. Wenn wir atmen, atmen wir sozusagen die Medizin des Waldes mit ein. Es sind die
sogenannten sekundören Pflanzenstoffe, die wir mit der Waldluft einatmen. Diese Terpene sind biogene Wirkstoffe (Phytozonide), die Pflanzen zum Schutz vor Schädlingen und Krankheitserregern bilden. Diese Stoffe geben sie in die Waldluft ab. Phytozonide wirken sich nachweislich positiv auf unseren Organismus aus, z. B. auch auf unser Immun-system, auf Schmerzen und unser gesamtes Wohlbefinden.
Studien mit Probanden zeigen, dass es nicht das Gleiche ist, ob wir durch die Stadt bummeln, durchs Grüne gehen oder im Wald spazieren gehen.
Der Medizinprofessors Qing Li fand in einer Studie heraus, dass unser Körper bei Spaziergängen in der Natur - vor allem im Wald - vermehrt das Hormon DHEA (Dehydroepiandrosteron) ausschüttet. Das Antistresshormon DHEA hilft, körpereigenes Stresshormonn Cortisol abzubauen. Es wirkt dem entgegen, also stressmindernd.
Inzwischen ist es von Forschern nachgewiesen - das DHEA Antistresshormon schützt somit unser Herz, das Nervensystem und die Blutgefäße. Haben wir davon zu wenig kann dies Folgen für unsere Leistung und auf unser Immunsystem haben. Bei zu viel Stress kann es deshalb zu einem Mangel an DHEA kommen und auch im zunehmendem Alter. Wir produzieren schon ab dem Alter von 30 Jahren weniger schützende Antistresshormone. Ein Waldspaziergang oder der Aufenthalt im Grünen wirkt nachhaltig und hält uns gesund.
Der Wald und seine heilende Kraft
Japanische Forscher waren die ersten, die herausfanden, dass der Wald heilende Wirkung besitzt; inzwischen ist diese Ansicht weltweit wissenschaftlich belegt und anerkannt. In Japan wird der Wald zur Therapie herangezogen. Dort gibt es sogenannte Outdoor-Kliniken, z. B. im Akazawa Natural Recreation Forest - das Konzept des Shinrin yoku, des Waldbadens – also dem "Eintauchen in die Natur".
NaturgestützteTherapie
Das Waldbaden ist ein Teil einer naturgestützten Behandlungstherapie, welche das Naturerleben in den Vordergund stellt und Bewegung und Meditation in natürlicher Umgebung integriert.
Untersuchungen bestätigen die positiven Auswirkungen auf Immunsystem, Ent-zündungen, Herz und Psyche. Ausserdem kann körperliche Aktivität chronische Krankheiten wie Schmerzen lindern helfen und vorbeugen.
Im Bezug auf das Immunsystem kann die vermehrte Bildung von NK-Zellen (Killerzellen) angeregt werden. Diese dienen dem Schutz vor Bakterien und Viren.
Verfasser: Zusammenfassung:
Anja Ott, Heilpraktikerin für ganzheitliche Schmerztherapie,und Naturheilkunde

 

Quelle: Karen Hoffschulte M.A, Carstens-Stiftung

Waldmedizin

Die Waldmedizin aus Bäumen und Pflanzen des Waldes findet sich in naturheilkundlichen Präparaten wieder. So findet man Sie u. a. in naturreinen Pflanzentinkturen, ätherischen Ölen und Naturmedizinischen Produkten.


Rezept Ätherisches-Öl

Bei Gelenks- und Muskelschmerzen

zur Einreibung

 

25 ml Johanniskrautöl

15 ml Jojobaöl

5 Tr. Latschenkiefer

2 Tr. Grapefruit

2 Tr. Rosmarin

Öle in ein Braunglasfläschchen füllen und mehrmals täglich auftragen.