Wie Atemtherapie bei Schmerzen helfen kann

Atemtherapie in der Schmerzbehandlung

Unser Atem ist einer der sogenannten indirekten Faktoren, die Schmerzen beeinflussen können.

Täglich strömen häufig mehr als 10.000 Liter Luft in unsere Lungen. Unser Atem versorgt uns mit ausreichend Sauerstoff und beeinflusst unsere Stoffwechselvorgänge. Damit das so selbstverständlich funktioniert ist unser größter Atemmuskel, das Zwerchfell (Diaphragma) daran maßgeblich beteiligt. Unser Zwerchfell ist als langer Muskel quer im Oberkörper angelegt. Es beeinflusst durch seine Auf- und Abwärtsbewegung Verdauung, Blutdruck und die Sauerstoff-Versorgung unserer Organe. Wer sich regelmäßig um sein Zwerchfell kümmert, hat die gute Chance das eigene Atemvolumen positiv zu beeinflussen. Sodbrennen kann nachlassen und Atemwegserkrankungen einen milderen Verlauf nehmen. 1

Bild: Canva

"Wer auf seinen Atem achtet und bewusst tief in seinen Bauch atmet, hat die Chance an jedem Ort innere Ruhe und Wohlbefinden zu verbessern, Stress abzubauen."

Wie der Atem funktioniert

Das Zwerchfell (Diaphragma besteht aus einer Art Kuppel. Beim Einatmen (Inspiration) senkt sich das Zwerchfell ab und das Volumen im Brustraum vergrößert sich. Gleichzeitig werden die Organe des Bauchraums nach unten gedrückt und der Bauch wölbt sich vor. Es entsteht ein Unterdruck, der Luft in die Lungen strömen lässt und das Einatmen ermöglicht. Umgekehrt bei der Ausatmung (Exspiration): Das Zwerchfell erschlafft und entspannt sich, wird hoch in den Brustraum gehoben und löst über das Zusammenpressen der Lungen das Ausströmen der Atemluft aus. Der Bauch flacht wieder ab. 2

  

Schmerzen und Stress und die Neigung zu flacher Atmung

Schmerzen verursachen in der Regel Stress – und Stress begünstigt Schmerzen. Häufig ist hierbei auch eine flache Atmung, d. h. Betroffene atmen nur kurz ein und auch kurz aus, was Stress ebenfalls verstärken kann. Deshalb ist es wichtig, sich dieser flachen Atmung bewusst zu werden und tiefer und achtsamer zu atmen, Stress zu regulieren. Eine langsame geführte Atmung dient der Schmerzerleichterung, nicht zuletzt wegen der Muskelentspannung. Bei chronischen Schmerzen sollte der Atem therapeutisch herangezogen werden. Insbesondere bei Schmerzen kann die Atmung als Instrument, das man stets „dabeihat“, auch in schwierigen Situationen akut eingesetzt werden.

Auch im Anschluss an einen durchgemachten Infekt kann man wieder lernen, freier und tiefer zu atmen, um sich vor Kurzatmigkeit zu schützen.2

 

Tiefe Bauchatmung, Stress reduzieren, Ängste oder innere Unruhe leichter wieder loswerden

Die tiefe Bauchatmung kann die Herzfrequenz mindern, Körper und Geist zur Ruhe verhelfen. Stresshormone wie Cortisol und Adrenalin können abgebaut werden. Mit bestimmten Übungen des Atems können wir uns selbst dabei unterstützen, uns von Schmerzen zu befreien. Langsames, intensives, bewusstes Atmen kann das Schmerzempfinden reduzieren helfen. Wer regelmäßig auf seine Atmung achtet und bewusst atmen lernt, kann einen erholsameren Schlaf fördern. 2

 

Atemschmerzen und muskulär-fasziale Ursache

Dies behindert das Ein- und vor allem das Ausatmen, weil das Zwerchfell dabei geschmeidig nachgeben muss. Tut es das nicht, können Schmerzen entstehen und das Atemvolumen der beiden Lungenflügel nimmt ab. Siehe Liebscher & Bracht .1

 

Atem und Atemwegserkrankungen

Auch bei chronischen Atemwegserkrankungen wie z. B. Asthma, Asthma bronchiale, COPD kann die Atemtherapie eingesetzt werden und helfen, den Verlauf der Beschwerden positiv zu beeinflussen. Eine anschließende Atemtherapie kann nach durchgemachter Virusinfektikon zur Regeneration des Atemtraktes therapeutisch sinnvoll sein.2

 

Naturheilkundliche Enspannungsmethoden aus der Body-Mind-Therapie, welche die Atmung nutzen:

  • Atemmeditation
  • Autogenes Training
  • Body Mind-Scan
  • Biofeedback
  • Entspannungsmeditation
  • etc.

Bild: Canva

Selbsttest bei Migräne oder Kopfschmerzen

  1. Stellen Sie sich hin und strecken Sie die Arme über den Kopf
  2. Atmen Sie durch die Nase ein und mit einem langen „Haaaa…“ durch den Mund wieder aus.
  3. Lassen Sie dabei den Oberkörper nach vorne fallen
  4. Die Hände baumeln lassen
  5. Richten Sie sich durch die Nase einatmend wieder auf
  6. Wiederholen Sie diese Übung 5- bis 7-mal. 2

"Unseren Atem haben wir stets bei uns - egal wohin wir gehen.

Nutzen wir die Kraft der Atmung!"

Anja Ott


Notfall

Wenn Schmerzen neu und akut auftreten, sie sich in Charakter oder Intensität verändern und derjenige Symptome wie Atemnot, Druckgefühl, Benommenheit oder Schwindel bemerkt, sollte man nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen oder sogar den Notarzt zu rufen. 2


1 Quellen Liebscher & Bracht: Link:https://www.liebscher-bracht.com/schmerzlexikon/schmerzen-beim-atmen/

2 Buchtitel "Bewusst atmen, besser leben". Anna Paul, Annette Kerckhoff

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